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Erfahrungsbericht International Trainee Program – Kateryna Zwarg

Spätestens am Ende des Studiums macht sich jeder ambitionierte Absolvent Gedanken: Was will ich bewegen? Wie erreiche ich meine Ziele? Wo fange ich an? Ich war da keine Ausnahme. Schließlich habe ich mich für ein Trainee Programm entschieden, weil es genügend Herausforderungen beinhaltet, einen schnellen Einstieg in das Unternehmen ermöglicht und den Einstig in eine mögliche Führungstätigkeit bietet. Da ich aus der Ukraine komme und mehrere Sprachen spreche, suchte ich nach einem internationalen Arbeitsumfeld. Zum Praktiker Konzern haben mich darum vor allem die Schlagwörter „international“ und „Osteuropa“ geführt.

Schon während des Kick-Off Events wurde den sechs anderen Trainees und mir schnell klar: Um uns wird sich gekümmert. Jeder bekam eine erfahrene Führungskraft als Mentor sowie einen Trainee aus dem Vorjahr als Tandem-Partner zur Seite gestellt, um sich schneller im Unternehmen zurechtzufinden. Außerdem war für jeden Trainee ein individueller Einsatzplan für die einleitende Orientierungsphase vorbereitet.

In den ersten sechs Monaten durchlief jeder Trainee sechs Kernbereiche und lernte so auch sechs verschiedene Führungspersönlichkeiten kennen. D.h. man musste sich immer wieder auf einen anderen Führungsstil und ein anderes Arbeitsklima einstellen. Dadurch habe ich nicht nur die Arbeitsprozesse, sondern auch den Umgang mit verschiedenen Menschentypen kennen gelernt: offene und eher zurückhaltende Kollegen; Sachbearbeiter und Abteilungsleiter; Deutsche und Ausländer; externe und interne Dienstleister; solche, die mich tagelang betreut haben und solche, die besonders viel zu tun und wenig Zeit hatten. Somit habe ich mein Netzwerk sowohl national als auch international aufgebaut. Genauso wichtig und lehrreich empfand ich meinen Einsatz in einem deutschen Praktiker-Markt. Dort habe ich die eigentliche Geschäftsbasis kennen gelernt, damit ich später realitätsbezogene Strategien und sinnvolle Verbesserungsvorschläge erarbeiten kann.

Während der Orientierungsphase erledigte ich Routineaufgaben, aber auch anspruchsvollere Tätigkeiten, wie zum Beispiel ein Konzept für eine Website. Wie ich erhofft hatte, konnte ich auch einige osteuropäische Sprachen im Arbeitsalltag nutzen. Beispielsweise bei der internationalen Expansion, wo ich viele Recherchen durchgeführt habe und Kontakt mit ukrainischen Kollegen und externen Dienstleistern hatte.

Obwohl die Orientierungsphase bei allen ähnlich strukturiert war, hatte jeder seine eigenen Erlebnisse. Für mich war eines der größten Highlights ein Treffen mit Einkäufern aus sämtlichen Praktiker-Landesgesellschaften. Dort wurden operative sowie strategische Themen besprochen, Regeln für die Zusammenarbeit festgelegt und gemeinsam Wettbewerber besucht. Wir haben insgesamt viel Zeit zusammen verbracht, weil die „Chemie“ für eine funktionierende Kommunikation und eine effektive Zusammenarbeit mit Kollegen äußerst wichtig ist.

Ein weiteres Highlight war für mich mein Einsatz in Polen. Der regionale Sales Direktor hatte sich drei Tage Zeit genommen, um mir die Praktiker- und Wettbewerbermärkte im Warschauer Umkreis zu zeigen. Außerdem konnte ich bei einer Inventur vor Ort mithelfen, wobei mir die Inventur Erfahrung aus einem deutschen Markt und meine Muttersprache sehr geholfen haben. Danach folgte eine Woche in der polnischen Zentrale, die bis auf die letzte Stunden durchgeplant war. Auch dort lernte ich die Kernbereiche kennen und konnte dadurch die Prozesse mit denen in der deutschen Zentrale vergleichen und Verknüpfungen zwischen beiden Zentralen erkennen.

All diese wertvollen und einzigartigen Erfahrungen kann man nur sammeln, wenn man die Gelegenheit hat, überall im Unternehmen eingesetzt zu werden, wie eben als Trainee. Jetzt habe ich die ereignisreiche und informative Orientierungsphase beendet und ich bin auf mein Projekt im Bereich Internationale Eigenmarken gespannt.






 
   
 
 

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