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  250.000 Euro für einen guten Zweck
Praktiker zieht Schlussstrich unter Werbestreit mit OBI

Kirkel – 17.10.07. Praktiker zieht einen Schlussstrich unter den seit April 2007 anhängigen Werbestreit mit OBI. Anstatt weiter zu prozessieren, akzeptiert die Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG in dem von OBI angestrengten Bestrafungsverfahren den Vergleichsvorschlag des Landgerichts Köln, einen Betrag von 250.000 Euro für soziale Zwecke zu spenden. Der Antragsteller hat sich mit diesem Verfahrensabschluss inzwischen seinerseits einverstanden erklärt.


Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war einer von mehreren Fernseh- und Rundfunkspots, mit denen Praktiker im April das Kampagnenthema Preisführerschaft in direkten Vergleichen mit dem Wettbewerber OBI werblich zugespitzt hatte. Gegen diese vergleichende Werbung wehrte sich OBI juristisch und erwirkte beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Ausstrahlung des Spots. Aus organisatorischen Gründen war es damals nicht gelungen, alle Spots zeitnah zurück zu ziehen, worauf OBI gegen Praktiker ein Bestrafungsverfahren wegen Missachtung der richterlichen Anordnung angestrengt hatte. Angesichts dieses Sachverhalts schlug das Gericht (AZ O 177/07 SH I, SH II und SH III) am 7. September vor, dass Praktiker die Angelegenheit im Einvernehmen mit dem Antragsteller durch eine Spende in Höhe von 250.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung erledigt.

Dieses Einvernehmen wurde inzwischen außergerichtlich hergestellt. Nutznießer der Spende sind nun je zur Hälfte der Hospizverein Wermelskirchen e. V. und die Evangelische Jugendhilfe Bergisches Land. „Wir honorieren und unterstützen auf diese Weise gern das soziale Engagement des Tengelmann Konzerns und seiner Baumarkt-Tochter OBI“, erklärte dazu ein Konzernsprecher von Praktiker. „Das ist es uns auch Wert, unbeschadet unserer nach wie vor abweichenden Rechtsposition einen Streit zu beenden, der Schnee von gestern ist und keine Seite weiter bringt“. Wer Preisführer sei, entscheide sich nicht vor Gerichten, sondern in der Wahrnehmung der Kunden.







 

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