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  Quartalsbericht 1 / 2008 der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG
Praktiker Gruppe startet verhalten ins neue Jahr
  • Konzernumsatz bei 865,1 Millionen Euro (-1,4 Prozent)
  • Umsatz- und Ergebnisprognose für 2008 bestätigt
  • Auslandsgeschäft mit hohem Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis
  • Modifizierte Marketingstrategie in Deutschland


Kirkel – 23.04.08. Die Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG ist verhalten in das Jahr 2008 gestartet. Der Konzernumsatz ging trotz eines anhaltend zweistelligen Wachstums im Ausland um 1,4 Prozent auf 865,1 Millionen Euro zurück. Weil Praktiker in Deutschland die Zahl der Rabattaktionen deutlich reduziert hatte, nahm der Umsatz im Inland um 6,6 Prozent ab. Der saisonübliche operative Quartalsverlust im Konzern erhöhte sich leicht auf 20,8 Millionen Euro.

Den Quartalsbericht 1/2008 finden Sie hier.

Die Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Werner zum Quartalsbericht 1/08 finden Sie hier.


In den ersten drei Monaten 2008 konnte die Praktiker Gruppe nicht an das Vorjahreswachstum anknüpfen. Das internationale Geschäft entwickelte sich zwar weiterhin überaus dynamisch, und der im Ausland erwirtschaftete Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent auf 238,6 Millionen Euro (Vorjahr 206,5 Millionen Euro). Im Inland aber gingen die Umsatzerlöse auf 626,5 Millionen Euro (Vorjahr 671,0 Millionen Euro) zurück. Das entspricht einem Minus von 6,6 Prozent, das ausschließlich auf die Marke Praktiker zurück ging. Der Umsatzbeitrag von Max Bahr stieg aufgrund der erstmaligen Einbeziehung seiner Januar-Umsätze an.

Der Umsatzrückgang im Inlandsgeschäft ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Der Wintereinbruch im umsatzträchtigen Monat März verhinderte, dass das Gartengeschäft in Schwung kam. Wegen der früheren Osterfeiertage hatte das erste Quartal zudem zwei Verkaufstage weniger. Hinzu kamen die Auswirkungen einer strategischen Neuausrichtung im Praktiker-Marketing. Diese Neuausrichtung, die im weiteren Verlauf des Jahres stärker als bisher auf dauerhafte Niedrigpreise ausgesuchter Artikel setzt, hatte im ersten Quartal zunächst eine deutliche Reduzierung der 20-Prozent-Rabattaktionen zur Folge. Das kostete Umsatz, trug aber wesentlich zu einer Verbesserung der Rohertragsmarge des Praktiker Konzerns um 2,7 Prozentpunkte auf 31,2 Prozent bei.

Konzernergebnis leicht rückläufig – Ausland stark verbessert

Der jeweils im ersten Quartal saisonbedingt anfallende operative Verlust wird in diesem Jahr für den Praktiker Konzern mit 20,8 Millionen Euro ausgewiesen (Vorjahr 19,9 Millionen Euro). Im Inland betrug das EBITA minus 22,1 Millionen Euro – nach minus 20,0 Millionen Euro im Vorjahr. Auch hier schlägt sich die Neuausrichtung der Marketingstrategie der Marke Praktiker nieder. Zwar fielen diesmal keine einmaligen Aufwendungen für die Integration von Max Bahr an, doch schließt der Abschluss erstmals auch den traditionell verlustbringenden Januar der Hamburger Konzerntochter mit ein. Im Abschluss ebenfalls enthalten sind die Ausgaben für die Umstellung von elf deutschen Märkten auf das Easy-to-Shop-Konzept, die in der Größenordnung des Vorjahres lagen.

Im Ausland konnte das operative Ergebnis von 0,1 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro gesteigert werden. Dazu haben vor allem die Länder Bulgarien, Griechenland, Polen und Rumänien beigetragen.

„Unter den gegebenen Voraussetzungen“, betonte Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, „ist das operative Ergebnis des Konzerns insgesamt ermutigend. Es zeigt nicht nur, dass die Auslandsmärkte anhaltend profitabel wachsen. Es zeigt auch, dass die Neuausrichtung der Marketingstrategie der Marke Praktiker in Deutschland die Rohertragsmarge stärkt und daher in die richtige Richtung geht“.

Investitionen weiter gesteigert

Auch im ersten Quartal 2008 hat der Praktiker Konzern weiter in die Zukunft investiert. Er steigerte das Investitionsvolumen auf 27,7 Millionen Euro. Das waren rund 29 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (21,5 Millionen Euro). Der größte Anteil davon - 18,2 Millionen Euro - floss ins Ausland. Dort wurden unter anderem zwei neue Märkte eröffnet, einer in Polen und einer in der Türkei.

Bilanzsumme gestiegen, Eigenkapitalquote auf hohem Niveau

Die Bilanz des Praktiker Konzerns hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2007 nur in zwei Positionen deutlich geändert. Um auf die beginnende Gartensaison vorbereitet zu sein, haben die Vorräte kräftig zugenommen. Zugleich sind auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich gestiegen. So erhöhte sich die Bilanzsumme um 5,9 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 40,0 Prozent.

Standortnetz erweitert, Mitarbeiterzahl im Ausland erhöht

Bedingt durch die fortschreitende Expansion in Osteuropa hat sich das Vertriebsnetz der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG abermals erweitert. So betrieb die Praktiker Gruppe zum 31. März 2008 insgesamt 427 Standorte. Darin enthalten sind 16 Märkte, die in den letzten 12 Monaten im Ausland neu eröffnet wurden. In Deutschland verkleinerte sich das Praktiker-Portfolio um sieben Filialen, die Anzahl der Max-Bahr-Märkte blieb mit 76 gleich. Die Mitarbeiterzahl (Quartalsdurchschnitt, umgerechnet auf Vollzeitstellen) erhöhte sich konzernweit von 21.696 auf 23.068 (plus 6,3 Prozent). Auch diese Steigerung ist allein von der dynamischen Ausweitung des internationalen Geschäfts getrieben: Einem kräftigen Stellenzuwachs in den Auslandsgesellschaften um 24 Prozent auf 10.017 Mitarbeiter steht ein Personalabbau in Deutschland um 4,2 Prozent auf 13.051 Mitarbeiter gegenüber.

Umsatz- und Ergebnisprognose für 2008 bestätigt

Im Hinblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2008 bekräftigt das Management seine auf der Bilanzpressekonferenz am 2. April in Frankfurt/Main abgegebene Prognose. Danach erwartet Praktiker eine Umsatzsteigerung in der Größenordnung einer mittleren einstelligen Rate. Im Inland dürften die Umsätze flächenbereinigt unter denen des Vorjahres liegen. Im Ausland wird mit einem anhaltenden starken Umsatzwachstum gerechnet, das aufgrund der starken Erweiterung des Standortnetzes eine zweistellige Rate erreichen sollte. Das operative Ergebnis (EBITA) sollte zwischen 135 und 140 Millionen Euro liegen und damit um 10 bis 15 Millionen Euro über dem Ergebnis, das der Praktiker Konzern 2007 vor Kartellamtsvorgaben erzielt hat. Insgesamt werden die zahlungswirksamen Investitionen aus heutiger Sicht bei mindestens 150 Millionen Euro liegen.

Werner zum Abschluss: „Ich kann feststellen, dass der Praktiker Konzern alles in allem sehr gut aufgestellt und weiterhin auf dem richtigen Weg ist. Im Inland, wo unsere Marktstellung zusammen mit Max Bahr stärker ist als es die Zahlen des ersten Quartals ausweisen. Und im Ausland, wo wir weiter auf ertragsstarkes Wachstum setzen“.


QUARTALSFINANZBERICHT – Q1 / 2008


Angaben in Mio. € Q1 / 2008 Q1 / 2007 Veränderung
Umsatz 865,1 877,5 -1,4%
Deutschland 626,5 671,0 -6,6%
International 238,6 206,5 15,5%
       
EBITA -20,8 -19,9 -4,3%
Deutschland -22,1 -20,0 -9,8%
International 1,3 0,1 -
       
EBITDA -4,7 -7,0 32,9%
Deutschland -12,9 -12,3 -4,9%
International 8,2 5,3 54,7%
       
Quartalsüberschuss/-fehlbetrag -23,5 -18,1 -29,8%
       
Ergebnis pro Aktie in € -0,41 -0,32 -28,1%
       
Investitionen 27,7 21,5 28,8%


Operative Daten 31.03.2008 31.03.2007 Veränderung
Standorte Deutschland 337 344 -7
Standorte International 90 74 16
Griechenland 10 8 2
Luxemburg 3 3 0
Polen 21 18 3
Ungarn 17 15 2
Türkei 10 8 2
Rumänien 20 16 4
Bulgarien 8 6 2
Ukraine 1 0 1
Standorte Praktiker Konzern 427 418 9
       
Verkaufsfläche in Tausend m² 2.729 2.639 3,4%
Deutschland 2.099 2.120 -1,0%
International 630 519 21,5%
       
Mitarbeiter, Vollzeitbeschäftigte im
Jahresdurchschnitt (01.01.-31.01.)
23.068 21.696 6,3%
Deutschland 13.051 13.619 -4,2%
International 10.017 8.077 24,0%





 

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