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  Praktiker will weiter profitabel wachsen
Vorstandschef Wolfgang Werner auf der Hauptversammlung der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG
Gutes Geschäftsjahr 2005 / Positive Entwicklung im 1. Halbjahr 2006

Saarbrücken - 27.06.06. Praktiker ist bestens aufgestellt, um im In- und Ausland profitabel weiter zu wachsen und damit auch seinen Börsenwert kontinuierlich zu steigern. Dies betonte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Werner auf der ersten ordentlichen Hauptversammlung der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG am Dienstag in Saarbrücken. „Unsere Wachstumsziele sind ambitioniert“, sagte er.


Diese Ziele beruhten jedoch auf einem sehr guten Geschäftsjahr 2005 und einer positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2006, die „nahtlos an die Erfolge des Vorjahres anknüpft“. Für das laufende Jahr rechnet Werner weiterhin mit einem moderaten Umsatzplus im „niedrigen einstelligen Bereich“ und einem EBITA über Vorjahresniveau.

Ausland: Expansionsfokus auf Osteuropa

Vor allem auf internationaler Ebene will Praktiker seine Wachstumsdynamik weiter steigern. Wie Werner hervorhob, hat Praktiker die Managementkapazitäten, das Know-how und die verfügbaren Mittel zur weiteren Expansion in Osteuropa. „Wir werden unsere Präsenz dort ausbauen, wo wir schon vertreten sind. Und wir werden neue Märkte erschließen, wo dies sinnvoll ist.“ Allein in der zweiten Hälfte dieses Jahres seien elf Filialeröffnungen im osteuropäischen Ausland geplant. Auch der Markteintritt in die Ukraine werde vorangetrieben. Mittelfristig sei geplant, den Auslandsanteil am Konzernumsatz auf 35 bis 40 Prozent zu steigern – „mit entsprechend positiver Auswirkung auf unsere Profitabilität“.

Inland: Preisführerschaft, Kostenführerschaft, Standortoptimierung

Wachstumspotential sieht Werner aber auch auf dem deutschen Markt, der „trotz forcierter Internationalisierung die wichtigste Säule unseres Geschäfts“ bleibe. Hier könne Praktiker wirtschaftlich erfolgreich agieren, weil das Unternehmen eine klare Strategie habe, die auf drei Säulen beruhe: Preisführerschaft, Kostenführerschaft und Optimierung des Standortportfolios. An einem Standortmanagement, das konsequent am wirtschaftlichen Erfolg orientiert ist, führt laut Werner kein Weg vorbei. „Ohne Standortoptimierung keine Kostenführerschaft, ohne Kostenführerschaft keine Preisführerschaft, ohne Preisführerschaft kein Erfolg in einem so stark auf den Preiswettbewerb ausgerichteten Markt wie dem deutschen“.

Easy-to-Shop-Konzept ergänzt Praktiker-Strategie

Um in der Erfolgsspur zu bleiben und weiter Marktanteile zu gewinnen, ergänze Praktiker seine Strategie durch das neue Easy-to-Shop-Konzept. Elemente dieses Konzeptes seien ein übersichtliches Marktlayout, ein plausibles Farbleitsystem, eine weitgehend selbsterklärende Warenpräsentation und eine erneute Reduzierung der Sortimentstiefe. Werner: „Easy-to-Shop ist ein Versprechen unseren Kunden gegenüber. Einkaufen bei Praktiker soll nicht nur günstig, sondern auch einfach und bequem sein“. Easy-to-Shop sorge aber auch für eine Beschleunigung der Artikeldrehzahl im Regal. Damit steigere Praktiker die Effizienz seines Kapitaleinsatzes und verbessere die Ertragssituation. „Wir sind unserer Sache sicher“, betonte Werner. Deshalb würden Ende Juli nicht, wie ursprünglich geplant, drei Pilotmärkte, sondern schon sechs komplett auf das neue Verkaufskonzept umgestellt. Ab 2007 erfolge die flächendeckende Einführung des Easy-to-Shop-Konzeptes in Deutschland.

Werner wies darauf hin, dass der Inlandsmarkt unverändert von Überkapazitäten, Preisdruck und geringeren Margen geprägt sei. „Einige Wettbewerber machen Verluste, andere sind auf Partnersuche, weil Ihnen die Luft ausgeht“. Marktbeobachter hielten daher eine Konsolidierung für nötig und wahrscheinlich. Dazu Werner: „Wir beobachten die Marktentwicklung sorgfältig. Wir haben die notwendige Finanzkraft, sollte sich eine Möglichkeit ergeben. Aber wir sind nicht in Zugzwang. An einer Konsolidierung des Marktes werden wir uns nur dann aktiv beteiligen, wenn diese sich betriebswirtschaftlich vorteilhaft darstellt“. Insofern sei Praktiker aus seiner Sicht in einer „komfortablen Situation“.

Geschäftsjahr 2005: Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert

Eine durchweg positive Bilanz konnte Werner vor der Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2005 ziehen. So habe Praktiker den Konzernumsatz um 3,4 Prozent gesteigert und erstmals die Drei-Milliarden-Euro-Marke übertroffen. Im Inland hätten sich die Umsatzerlöse – gegen den Branchentrend – leicht um 0,7 Prozent erhöht. International sei Praktiker abermals zweistellig gewachsen. Und zwar um mehr als 12 Prozent auf rund 770 Mio. Euro. Damit habe Praktiker erstmals gut ein Viertel des Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaftet.

Das EBITA ist laut Werner überproportional zum Umsatz um knapp 32 Prozent auf rund 106 Mio. Euro. gestiegen. Im Ausland habe sich eine Verbesserung um knapp 14 Prozent auf 51,5 Mio. Euro ergeben, im Inland sei das EBITA um 54 Prozent auf über 54 Mio. Euro gewachsen. „Wie diese Zahlen belegen, tragen Inland und Ausland fast in gleichem Maße zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei“, erklärte Werner. Gerade im Inland machten sich die Fortschritte bei den Kostensenkungen, bei der Optimierung des Filialnetzes und bei der Profilierung der stark discount-orientierten Marktstellung von Praktiker deutlich bemerkbar.

Die finanzielle Situation des Praktiker-Konzerns bezeichnete Werner als „sehr solide“. So seien die flüssigen Mittel von rund 33 Mio. Euro Ende 2004 auf 349 Mio. Euro Ende 2005 gesteigert worden. Nach Abzug der zinstragenden Verbindlichkeiten verbleibe eine kurzfristige Liquidität von 205 Millionen Euro. Der Free Cash-Flow habe mit rund 88 Mio. Euro etwa 21 Mio. Euro mehr betragen als im Vorjahr.

Generelle Trends stützen Wachstumserwartungen

„Das Geschäftsjahr 2005“, bilanzierte Werner, „ist also auf der ganzen Linie erfolgreich gewesen“. Die weiteren Wachstumserwartungen sieht er durch einige generelle Trends gestützt, die für eine „anhaltend positive Marktnachfrage nach unseren Produkten“ sorgen dürften. Im Einzelnen seien dies der hohe Eigenheimanteil und die wachsende Kaufkraft in den osteuropäischen Auslandsmärkten, der zunehmenden Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsbedarf des deutschen Wohnraumbestands sowie der Trend zur eigenen Immobilie als Teil der individuellen Altersvorsorge. Werner: „All dies nützt Praktiker und begründet unsere Zuversicht, auch in Zukunft stark zu wachsen“.


Die Rede des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Werner auf der ordentlichen Hauptversammlung 2006 finden Sie hier.





 

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