Dividende von 0,10 Euro je Aktie für 2008 vorgeschlagen

  Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG Konzernabschluss 2008
Dividende von 0,10 Euro je Aktie für 2008 vorgeschlagen
  • EBITA um 11,3 Prozent auf 129,1 Millionen Euro gesteigert
  • Ergebnisbelastungen durch Abwertung osteuropäischer Wechselkurse und Wertberichtigung latenter Steuern
  • Bündel von Maßnahmen zur Erhöhung der Krisenresistenz beschlossen
  • Gewinnverwendungsvorschlag an gestiegenen Risiken der aktuellen Wirtschaftslage orientiert


Kirkel – 02.03.09. Der Praktiker Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 nach den vorliegenden, noch vorläufigen Zahlen ein EBITA in Höhe von 129,1 Millionen Euro erzielt. Das sind 13,1 Millionen Euro oder 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr.


Da die starken Abwertungen der osteuropäischen Währungen zum Jahresende zu hohen, wenn auch nicht zahlungswirksamen Aufwendungen im Finanzergebnis geführt haben, blieb das Vorsteuerergebnis hinter dem Vorjahr zurück und erreichte 79,8 Millionen Euro (Vorjahr 93,5 Millionen Euro). Zudem sind im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit aller Aktiva Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 53,9 Millionen Euro auf aktive latente Steuern angefallen. 50,0 Millionen Euro dieser Wertberichtigung betreffen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Deutschland. Wegen der von der Finanzkrise ausgelösten Unsicherheit wurden zukünftig erwartete Gewinne mit einem höheren Risikoabschlag bewertet. Mit diesem Aufwand ist keine Zahlung verbunden, ebenso wenig wird dadurch die Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge in Zukunft eingeschränkt.

Der Jahresüberschuss des Praktiker Konzerns wird nach den noch vorläufigen Zahlen 7,1 Millionen Euro erreichen (Vorjahr 23,7 Millionen Euro).

Bündel von Maßnahmen zur Erhöhung der Krisenresistenz beschlossen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich zunehmend verschlechtert. Damit hat sich auch die Unsicherheit erhöht, wie sich das Geschäft im laufenden Jahr entwickeln wird. Um auf eine Abschwächung des Umsatzes vorbereitet zu sein, hat der Vorstand ein Bündel von Maßnahmen beschlossen, die darauf abzielen, die Krisenresistenz des Konzerns zu erhöhen. So wurde für unbefristete Dauer ein Einstellungsstopp beschlossen. Die außertariflichen Mitarbeiter erhalten 2009 keine Erhöhung ihrer festen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus wurden die notwendigen Voraussetzungen für die Einführung von Kurzarbeit in deutschen Praktiker-Märkten mit konjunkturbedingten Arbeits- und Umsatzausfällen geschaffen. Diese Option wurde in dieser Woche erstmals an 86 von 260 Standorten wahrgenommen.

Weiteren Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung waren bereits im vierten Quartal des Vorjahres in die Wege geleitet worden, so etwa die generelle Absenkung der für 2009 geplanten Aufwendungen in der Zentrale, die Konzentration interner Dienstleistungen auf die Praktiker Servicegesellschaft sowie die Bündelung des konzernweiten Einkaufsvolumens in der zentralen Einkaufsorganisation. Diese Maßnahmen sollen in Summe dazu beitragen, auch 2009 einen angemessenen Ertrag zu erzielen.

Um gleichzeitig die liquiden Mittel, die am Jahresende 2008 knapp über 230 Millionen Euro lagen, auf möglichst hohem Niveau zu halten, setzt der Vorstand im Wesentlichen auf die Flexibilisierung der Investitionen. Investitionsentscheidungen werden 2009 möglichst kurzfristig getroffen, um sie der aktuellen Geschäftslage bestmöglich anpassen zu können.

Gewinnverwendungsvorschlag an gestiegenen Risiken der Wirtschaftslage orientiert

Am Ziel der Liquiditätssicherung und damit der Erhöhung der Krisenresistenz orientiert sich auch der Gewinnverwendungsvorschlag. Der Vorstand der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG hat sich darauf verständigt, dem Aufsichtsrat vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 den überwiegenden Teil des Gewinns zu thesaurieren und eine Dividende von Euro 0,10 je Aktie auszuschütten.

„Der Vorschlag“, erläutert Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender des Praktiker Konzerns, „ist dem Vorstand nicht leicht gefallen. Wir haben Verständnis für das Renditeinteresse der Kapitalgeber. Wir sind aber auch der Meinung, dass die Sicherung der Krisenresistenz des Praktiker Konzerns den Interessen der Aktionäre besser dient. Wir wissen nicht, was im derzeitig schwierigen konjunkturellen Umfeld noch alles auf uns zukommt. Alle unsere Maßnahmen zielen darauf ab, dass wir auch Ende 2009 über eine komfortable Liquiditätsausstattung verfügen. Wir sind zudem der Meinung, dass wir auf diese Weise die Vorsorgelasten gleichmäßiger auf die Schultern aller am wirtschaftlichen Erfolg des Praktiker Konzerns Interessierten verteilen.“

Den vollständigen Jahresabschluss gibt der Praktikern Konzern auf seiner Bilanzpressekonferenz am 27. März 2009 in Frankfurt bekannt.

Den gesamten Text der Pressemitteilung können Sie hier als pdf herunterladen.